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Computerspiele

Die Geschichte der Computerspiele beginnt mit der Aussage „Ich bin zu faul zum Rechnen“ womit 1935 der Grundstein der heutigen Computerspiele-Technologie gelegt wurde.
Sie stammt von Ingenieur Konrad Zuse, der bis 1941 eine Rechenmaschine entwickelte, die den heutigen Computern in ihren Grundzügen bereits sehr ähnlich war.

Die ersten Spiele entstanden aus technischen Versuchen an verschiedenen Universitäten in den den 40er und 50er Jahren.
1958 entwickelte der amerikanische Physiker Willy Higinbotham den ersten Vorläufer des heutigen Videospiels: „Tennis for two“, bei dem zwei durch den Spieler bewegliche Stäbchen sich gegenseitig einen Ball zuspielten. Der Grund für diese Entwicklung ist kurios: Er arbeitete am New Yorker Brookhaven National Laboratory, einem nuklearen Forschungszentrum, und bemerkte, wie sehr sich die Besucher des Instituts bei den Führungen langweilten. Er versuchte, die Besuche etwas spannender zu gestalten, indem er ihnen mit Hilfe eines Spieles zeigen wollte, was für spannende Möglichkeiten die Wissenschaft bieten kann.

Die Computertechnologie entwickelte sich vor allem an den Universitäten immer schneller weiter. 1962 erschien das Spiel „Spacewar!“, bei dem man gegen Außerirdische kämpfen musste. Diese allerersten Computerspiele hatten nur mäßigen kommerziellen Erfolg und blieben vor allem Studenten und Wissenschaftlern vorbehalten.
Erst mit der Technologie des Fernsehens, die in den 70er Jahren allgemein zugänglich und günstiger wurde, kamen Videospiele auch zu kommerziellem Erfolg. In dieser Zeit wurden überall Münzspielautomaten aufgestellt, die sich großer Beliebtheit erfreuten.

Erst in den 80er Jahren, als der Home and Personal Computer auf den Markt kam, differenzierten sich die Unterschiede zwischen Konsolen- und Computerspielen aus. Spiele für den PC wurden für den Commodore C64 entwickelt, doch erst mit einer weiteren Verbesserung von Grafik und Sound wurde das Spielen zu einem richtigen Erlebnis. Doch ebenso beeinflusste die rasante Entwicklung der Konsolenspiele wie dem Game-Boy und dem Atari die heutigen Formen des Computerspiels. Die Video- und Computerspiele wurden immer erfolgreicher und waren nun auf einem Vormarsch, der nicht mehr aufzuhalten war.

Immer weitere Verbesserungen in Sachen Grafik, Sound und Ideenreichtum ließen die Spiele zu dem werden, was sie heute sind: Der Phantasie sind kaum noch Grenzen gesetzt, die meisten Menschen verfügen heute über einen Internetzugang und können online-Spiele gemeinsam mit Nutzern auf der ganzen Welt spielen.

Heute, knapp 70 Jahre nach den ersten Versuchen mit der Technik der Computer überhaupt, gibt es in Berlin sogar schon ein Museum, das sich mit der Geschichte des Computerspiels beschäftigt. Dort sind viele Raritäten aus „den alten Zeiten“ aufgestellt, ein Muss für jeden Spiele-Fan, der einmal mit eigenen Augen sehen möchte, welch rasante und faszinierende Entwicklung das Computerspiel seit seiner Entstehung genommen hat.